sinCephalea

FAQ für Fachpersonal

Was ist eine Digitale Gesundheitsanwendung (abgekürzt DiGA)?

DiGA sind digitale Medizinprodukte niedriger Risikoklassen, die die Versicherten etwa bei der Behandlung von Erkrankungen oder dem Ausgleich von Beeinträchtigungen unterstützen können. Eine häufige Form sind Gesundheits-Apps für das Smartphone, aber es gibt auch browserbasierte Webanwendungen oder Software zur Verwendung auf klassischen Desktop-Rechnern. Voraussetzung für die Zulassung als DiGA ist, dass die Anwendung zuvor eine Prüfung auf Anforderungen wie Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Datenschutz und Datensicherheit beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchlaufen hat und einen positiven Versorgungseffekt nachweist. Beim BfArM wurde ein öffentliches Verzeichnis eingerichtet, in dem die erfolgreich geprüften und verordnungsfähigen DiGA gelistet sind, es enthält umfassende Informationen zu den Produkten. (Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – Bundesgesundheitsministerium)

Gibt es eine Fortbildung dazu?

Wir werden in Kürze Fortbildungen und Schulungen anbieten. Bitte melden Sie sich für den Newsletter an, um aktuelle Informationen zu erhalten.

Passt meine Patient:innen ins Profil?

Der bestimmungsgemäße Gebrauch von sinCephalea sieht die Anwendung bei Patient:innen mit gesicherter Diagnose einer Migräne vor (Diagnoseschlüssel ICD-10 Code G43.0 und G43.1 – bzw. Klasse 1 der IHS Classification ICHD-3). sinCephalea ist für die Prophylaxe von Anfällen bei Migräne mit und ohne Aura zugelassen. Laut Leitlinien ergibt sich die Indikation für eine Prophyalxe der Migräne bei besonderem Leidensdruck, Einschränkung der Lebensqualität und dem Risiko eines Medikamentenübergebrauchs.

Welchen Nutzen haben meine Patient:innen durch die Anwendung von sinCephalea?

sinCephalea unterstützt in der Prophylaxe von Migräneanfällen. Grundlage ist die Modulation der postprandialen Blutzuckerantwort durch personalisierte niedrig-glykämische Ernährungsempfehlungen. Patient*innen erhalten einen Report, der die innerhalb einer vorangegangenen Sensorphase verzehrten Mahlzeiten, im Hinblick auf ihre postprandiale Blutzuckerantwort bewertet. Aus dieser Bewertung werden Ernährungsempfehlungen abgeleitet, die bei Einhaltung die Reduktion solcher Blutzuckerschwankungen erzielen können. Hierdurch wird eine ausreichende Energieversorgung des Gehirns über Glukose gesichert und lokale inflammatorische Prozesse positiv beeinflusst. Dies führt zu einer Reduktion der mit Migräne assoziierten Symptome und der Häufigkeit von Migräneanfällen.

Gibt es ein Reporting für den Arzt?

Patient:innen können ihre eingegebenen Migränedaten in eine PDF Datei exportieren und so auch ihrem behandelnden Arzt bereitstellen. Darüber hinaus verfügt sinCephalea über einen interoperablen Datenexport, mit dem Versicherte- ab dem Jahr 2023 zudem die Möglichkeit bekommen, Daten aus der DiGA in ihre elektronische Patientenakte einzustellen. (Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – Bundesgesundheitsministerium)

Was genau muss auf dem Rezept stehen?

Hierzu wird das Muster 16 („Kassenrezept“) verwendet. Auf dem Rezept muss neben der Angabe „Digitale Gesundheitsanwendung“ die Pharmazentralnummer (PZN) und der Produktname sinCephalea stehen.

Wie kommen Patient:innen an die App?

Das Rezept wird auf den bei der eigenen Krankenkasse möglichen Wegen eingereicht und nach der Bearbeitung erhält der Versicherte einen Code von der Krankenkasse zur Bestellung der Anwendung auf unserer Website.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) tritt neben dem Anspruch der Versicherten auf Leistungen wie Hilfsmittel ein neuer Leistungsanspruch auf Versorgung mit DiGA ein.