Innovative Anpassung der sinCephalea Migräne-App

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Dr. nat. med. Jenny Voggel

Dr. nat. med. Jenny Voggel ist Ernährungswissenschaftlerin und promoviert in molekularer Medizin. Als Wissenschaftskommunikatorin bei Perfood ist es ihr Ziel, Forschungsergebnisse greifbar zu machen, so dass Migräne-Patient:innen schnellstmöglich davon profitieren können.

Die innovative Anpassung der sinCephalea Migräne-Prophylaxe App steht vor der Tür! Der Countdown läuft und sinCephalea präsentiert sich mit einem frischen Design und optimierten Funktionen für eine verbesserte Nutzerfreundlichkeit. Wir haben auf das Feedback von Ihnen sowie Ihren Patientinnen und Patienten gehört: ab jetzt wird das Thema Ernährung durch das vereinfachte Loggen von Mahlzeiten verbessert und der Bereich der Wissensvermittlung durch noch mehr gut recherchierten Content erweitert. Im Folgenden erfahren Sie alles über die Anpassungen und wie es Ihre Arbeit erleichtern kann.

Inhalt:

Was ist sinCephalea?

sinCephalea ist weltweit die erste ernährungsmedizinische digitale Migränetherapie. In Deutschland ist die App auf Rezept als digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zugelassen und somit von den Krankenkassen erstattungsfähig. Durch modernste Technologie in Form eines KI-gestützten Algorithmus ermittelt die Migräne-App, basierend auf Blutzuckerdaten aus einer zweiwöchigen Sensorphase (CGM), personalisierte Ernährungsempfehlungen, die den Blutzucker individuell niedrig-stabil halten. Diese Art der niedrig-glykämischen Ernährung sichert eine gleichmäßige Energieversorgung des Gehirns und beugt somit Energiedefizite vor, die wiederum mit dem Auslösen von Migräne-Attacken assoziiert wurden. Zusätzlich werden starke Blutzuckerschwankungen vorgebeugt, die mit Entzündungsprozessen und somit ebenfalls mit Migräne in Verbindung stehen1–3.

Mit sinCephalea können aber zudem weitere Faktoren wie Zyklus, Bewegung, Medikamenteneinnahme, Schlaf, Befinden und Migränesymptome erfasst werden. Dies erleichtert nicht nur Ihnen einen schnelleren Überblick und effektivere Therapieanpassung, sondern ermöglich eben auch den Migräne-Betroffenen selbstständig und alltagstauglich ihre Ernährung anzupassen und Migräne nachweislich vorzubeugen4–6. Mit den innovativen Anpassungen der App haben wir folgende Aspekte optimiert:

Noch nutzerfreundlicher: Bewertung der Blutzuckerreaktionen und Mahlzeiten

Ihre Patientinnen und Patienten können nun ihre Blutzuckerkurven in der App einsehen. Natürlich lassen wir sie damit nicht allein, sondern unterstützen sie bei der Interpretation, indem wir die Blutzuckerreaktion auf Mahlzeiten bewerten und auf einer Skala von null bis neun einordnen. Diese Einstufung erfolgt zudem nach einem Ampelsystem und hilft Betroffenen, ihre Mahlzeiten in Bezug auf die Blutzuckerreaktion besser zu verstehen. Zusätzlich ermöglicht diese Funktion den Nutzerinnen und Nutzern, ihre Mahlzeitenbewertungen jederzeit nachträglich nochmal einzusehen. Es muss nicht mehr, wie bisher, auf einen Report per E-Mail gewartet werden.

Ernährungs-Tracking leicht gemacht: Vereinfachtes Mahlzeiten-Logging

Das Mahlzeiten-Logging wurde deutlich vereinfacht. Anstatt Zutaten manuell abzuwiegen und detailliert in der App einzutragen, reicht es jetzt aus, ein einfaches Foto der Mahlzeit hochzuladen. Diese Methode spart einerseits Zeit und ermöglicht anderseits den Betroffenen, ihre Blutzuckerreaktionen auf verschiedene Mahlzeiten dennoch zuverlässig zu verfolgen. Das steigert nicht nur die Anwenderfreundlichkeit, sondern vermeidet auch zusätzlichen Stress, was gerade bei Migräne-Betroffenen von großer Bedeutung ist.

Angepasste Testmahlzeiten ohne Verzicht auf Genuss

Falls Ihre Patientinnen und Patienten sinCephalea bereits nutzten, haben Sie vielleicht auch davon gehört, dass bisher eine Traubenzucker-Testmahlzeit zu Beginn der Sensorphase getrunken werden musste, um die Blutzuckerreaktion auf reine Glukose erfassen zu können. Diese oft unbeliebte und weniger angenehme Testmahlzeit wurde aufgrund technologischer Verbesserungen abgeschafft. Ihre Patientinnen und Patienten können sich nun besser auf ihre alltäglichen Lieblingsmahlzeiten konzentrieren und herausfinden, wie ihr Blutzucker darauf reagiert.

Edukation im Fokus: mehr und verbesserte Migräne-Wissensvermittlung

Aus den bisherigen Wissenslektionen sind hochwertige Videoanleitungen entstanden. Täglich erhalten Ihre Patientinnen und Patienten neue Lektionen mit umfassenden Inhalten rund um das Thema Migräne. Der neue Entdecken-Bereich bietet darüber hinaus eine umfangreiches Hintergrundwissen mit Videos zu Migräne, Blutzucker, Ernährung, Entspannung, Bewegung und weiteren Themen. Zudem finden Ihre Patientinnen und Patienten dort – die viel gewünschten – leckeren und blutzuckerfreundlichen Rezepte, die sie ausprobieren können.

Mock-Up Screen zeigt innovative Anpassung der sinCephaelea App

Neu im Kopfschmerzkalender: die 10-20-Regel

Die Attackeneingabe wurde vereinfacht und ermöglicht jetzt ein zügigeres Logging, was besonders während einer Migräneattacke von großer Bedeutung ist. Des Weiteren kann sowohl die Menstruation als auch die Medikamenteneinnahme geloggt werden. Mit der optimierten Monatsansicht ermöglicht es Betroffenen so, den Überblick nicht zu verlieren und potenzielle Zusammenhänge zu erkennen.

Hinzu kommt, dass die App Ihren Patientinnen und Patienten hilft, einen Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz zu verhindern, indem sie das Einnahmeverhalten nach der 10-20-Regel in der App einsehen können. Im Kopfschmerzkalender gibt es dafür nun zusätzlich ein Ampelsystem, das Ihren Patientinnen und Patienten eine Rückmeldung gibt, ob die 10-20-Regel bei der Einnahme von bspw. Schmerzmitteln eingehalten wird und erleichtert somit auch Ihnen eine Einsicht darüber.

Mock-Up Screen zeigt innovative Anpassung der sinCephaelea App

Fazit

sinCephalea ist weltweit die erste ernährungsmedizinische digitale Migränetherapie. In Deutschland ist sinCephalea als App auf Rezept von den Krankenkassen erstattungsfähig. Durch die innovativen Anpassungen der sinCephalea App wird die digitale Gesundheitsanwendung auf mehreren Ebenen optimiert, um Ihren Patientinnen und Patienten möglichst alltagstauglich beim Management ihrer Migräne zu unterstützen. Im Vordergrund steht dabei die Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit, indem das Thema Ernährung bzw. das Eintragen von Mahlzeiten vereinfacht wird und die Nutzerinnen und Nutzer zusätzlich ein direktes Biofeedback zu den Mahlzeiten in Form von Blutzuckerkurven und Mahlzeitenbewertungen im Ampelsystem erhalten. Hinzu kommt eine intensivere Edukation durch mehr gut recherchierte Wissenslektionen. Auch das Kopfschmerztagebuch ist jetzt noch übersichtlicher und ermöglicht ein gutes Medikamenten-Management. Diese angepassten Funktionen erleichtern nicht nur den Alltag Ihrer Patientinnen und Patienten, sondern bieten Ihnen wertvolle Daten und Einblicke, um die Migräne-Behandlung noch effektiver zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass die innovative Anpassung der sinCephalea Migräne-App zur Verbesserung der Patientenversorgung beiträgt und Versorgungslücken weiter schließen kann.

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Referenzen

1. Bongiovanni, D. et al. Effectiveness of ketogenic diet in treatment of patients with refractory chronic migraine. Neurol Sci 42, 3865–3870 (2021).

2. Evcili, G. Early and Long Period Follow-up Results of Low-Glycemic Index Diet for Migraine Prophylaxis. Agri (2018) doi:10.5505/agri.2017.62443.

3. Razeghi Jahromi, S. et al. Association of diet and headache. The Journal of Headache and Pain 20, 106 (2019).

4. Lelleck, V. V. et al. A Digital Therapeutic Allowing a Personalized Low-Glycemic Nutrition for the Prophylaxis of Migraine: Real World Data from Two Prospective Studies. Nutrients 14, 2927 (2022).

5. Schröder, T. et al. Efficacy of the Digital Therapeutic sinCephalea in the prophylaxis of migraine in patients with episodic migraine: study protocol for a digital, randomized, open-label, standard treatment controlled trial. Trials 23, 997 (2022).

6. Schröder, T. et al. A Digital Health Application Allowing a Personalized Low-Glycemic Nutrition for the Prophylaxis of Migraine: Proof-of-Concept Data from a Retrospective Cohort Study. JCM 11, 1117 (2022).

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