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Bis vor kurzem wurden Lebensmittel immer nur als potenzielle Trigger gesehen: Wein, Schokolade, Käse. In der Vorbeugung von Migräneattacken spielte Ernährung bisher noch kaum eine Rolle. Jetzt wurde jedoch herausgefunden, dass deine Ernährung auch prophylaktisches Potenzial hat!
Neben anderen Einflussfaktoren wie Stress oder Schlaf können deine Blutzuckerschwankungen zu den Triggern für deine Migräne zählen. Starke Blutzuckerschwankungen nach einer Mahlzeit steigern das Risiko für eine Migräneattacke, ein stabiler Blutzuckerspiegel senkt das Risiko. Blutzuckerreaktionen sind jedoch sehr individuell und können nicht für bestimmte Lebensmittel verallgemeinernd vorhergesagt werden. Die Makronährstoffe eines Lebensmittels bzw. einer Mahlzeit sind für deine Blutzuckerreaktion von Bedeutung, also das Verhältnis zwischen Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten. Stoffwechselreaktionen allgemein hängen nämlich auch von Deiner Genetik, Deinen Darmbakterien (dem Mikrobiom), Deinen Aktivitäten, Schlaf, Hormonstatus und vielem mehr ab. Die optimalen Ernährungsempfehlungen für einen stabilen Blutzucker sind daher sehr individuell.
Deshalb ist es an der Zeit für zusätzliche Behandlungsmethoden, bei denen Migräne-Betroffene mit Hilfe der richtigen auf sie zugeschnittene Ernährung aktiv ihre Migräne beeinflussen können.
Ein zu schneller und starker Anstieg und Abfall deines Blutzuckers kann zu einer Migräneattacke führen. Dein Gehirn nimmt in diesem Moment wahr, dass möglicherweise ein Energiedefizit eintreten wird – die Antwort des Gehirns darauf ist die Migräneattacke.
Sie zwingt dich praktisch, Energie zu sparen, denn die Symptome äußern sich normalerweise so, dass du am liebsten Ruhe haben willst. Dein Körper sehnt sich nach Erholung und möchte meist dunkle Räume aufsuchen.
Natürlich steigt dein Blutzucker nach einem “Crash” wieder, da Hormone ausgeschüttet werden, die den Blutzuckerspiegel wieder auf ein normales Level ansteigen lassen. Das Gehirn von Migräne-Betroffenen möchte jedoch sicher gehen und fordert mithilfe der Migräne Symptome Ruhe ein. Das bedeutet also, dass ein stabiler Blutzucker mit weniger starken Schwankungen Migräne vorbeugen kann.
Quellen:
Zeevi, D. et al. 2015
Del Moro et al., 2022
Der Grund: deine Gene, dein Metabolismus, aber auch das Mikrobiom sind für die unterschiedlichen Blutzuckerantworten ursächlich.
Ob du nun besser auf Weizen- oder Vollkornbrot reagierst, kannst du nur herausfinden, wenn du deinen Blutzucker misst.
Zeevi, D. et al. 2015
Lelleck, V. et al. 2022
Indem man kombiniert! Dafür wird zwischen Fett-, Protein- und Misch-Typen unterschieden. Fett-Typen kombinieren Kohlenhydrate am besten mit Fetten für eine stabile Blutzuckerreaktion, Protein-Typen mit Proteinen und Misch-Typen benötigen Fette und Proteine. Sobald man herausgefunden hat, welcher Stoffwechsel-Typ man ist, kann das im Alltag auf einfache Weise helfen, den Blutzucker stabil zu halten und so Migräne vorzubeugen.
Quellen:
Dlg.org
Wissenschaftler:innen haben herausgefunden, dass Migräne-Betroffene ihre Migräne mithilfe von kleinen Ernährungsanpassungen lindern können. Betroffene, die starke Blutzuckerschwankungen vermieden, berichteten im Mittel von 44% weniger Migräne pro Monat (-2,4 Tage).
Dr. Gendolla:
“Ernährung kann nicht nur ein Trigger für Migräne sein, sondern auch Stress verursachen”
sinCephalea-Nutzerin
Foto: Lisa Funke
sinCephalea-Nutzerin
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