Informationen
für Fachkreise

Mit 9 Millionen betroffenen Menschen deutschlandweit zählt die Migräne zu eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. sinCephalea ist die erste digitale Gesundheitsanwendung, die mittels personalisierter Ernährung eine wirksame Methode zur Migräneprophylaxe bietet.
Mit 9 Millionen betroffenen Menschen deutschlandweit zählt die Migräne zu eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. sinCephalea ist die erste digitale Gesundheitsanwendung, die mittels personalisierter Ernährung eine wirksame Methode zur Migräneprophylaxe bietet.

Wissenschaftlich fundiert

Entwickelt mit Neurolog:innen und Ernährungsmediziner:innen

Zugelassene DiGA

Die Kosten für die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Hohe Wirksamkeit

Durchschnittliche Reduktion der Migränetage um 44% – ca 2,4 Tagen im Monat³

Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers

Chefarzt für Neurologie, Spezielle Schmerztherapie und Neurologische Intensivmedizin
„Es gibt zu viele Ernährungsmythen rund um das Thema Migräne. Einer davon ist, dass bestimmte Nahrungsmittel bei allen Migränepatient*innen Attacken auslösen. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar. Vielmehr kann ein Verzicht auf Kohlenhydrate Migräneattacken sogar verstärken, weil Blutzuckerschwankungen ausgelöst werden, durch die es zu einem Energiedefizit im Gehirn kommt. Deshalb wird es Zeit, die Idee von „bösen Kohlenhydraten“ abzulegen und ernährungsbasierte Migräneprophylaxe neu zu denken.“

Kostenfreier Testzugang

Informationsmaterialien

CME Fortbildungen und Webinare

Wissenschaftlicher Hintergrund

Aktuelle Ansätze der Migränetherapie

Ein wichtiges Ziel der Migränetherapie ist es, die Anzahl an Migränetagen zu reduzieren. Dadurch können die Beeinträchtigungen des täglichen Lebens durch Migräne und die Gesamtaufnahme von Schmerzmitteln reduziert werden. Dies führt zu einer Verminderung von Nebenwirkungen und ermöglicht ein selbstbestimmteres Leben.
Mehr lesen
Die Leitlinien empfehlen daher, frühzeitig eine Therapie zur Anfallsprophylaxe zu erwägen. Ernährung gehört zu den wirksamen Strategien zur Migräne-Prophylaxe. Eine niedrig-glykämische Ernährung ist eine wirksame und zuverlässige Methode zur Reduzierung von Migräne-Attacken. Eine niedrige glykämische Reaktion auf Lebensmittel ist genauso wirksam wie eine Therapie mit häufig verwendeten prophylaktischen Medikamenten, führt jedoch zu keinen negativen Nebenwirkungen.

Warum hat die Ernährung einen so bedeutenden Einfluss auf Migräne?

In einer kontrollierten klinischen Studie wurden 350 Migränepatient:innen entweder mit einer prophylaktischen Medikation oder einer niedrig-glykämischen Ernährung behandelt. Nach 12 Wochen konnte gezeigt werden, dass die niedrig-glykämische Ernährungsweise zur einer signifikanten Senkung der Schmerzintensität und der Attackenfrequenz auf Medikamentenniveau führte.

Warum sollte die Ernährungsempfehlung 
personalisiert werden?

In mehreren Studien wurde über eine hohe Heterogenität der glykämischen Reaktion auf identische Lebensmittel berichtet, möglicherweise aufgrund des Vorhandenseins unterschiedlicher Antwortmuster, aus denen nicht alle der vom allgemeinen glykämischen Index vorhergesagten glykämischen Reaktion folgen.
Mehr lesen
Die Leitlinien empfehlen daher, frühzeitig eine Therapie zur Anfallsprophylaxe zu erwägen. Entgegen der eindeutigen medizinischen Notwendigkeit, Migräne-Attacken wirksam vorzubeugen, gibt es nur eine migränespezifische Behandlung. Dies ist der neu genehmigte Ansatz des CGRP-Antagonismus mittels der sogenannten Migräne-Spritze. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Antikörper gegen Migräne nur, wenn andere Behandlungsoptionen ausgeschöpft wurden.

Wir wirkt sinCephalea?

Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Blutzucker sind nicht gut für das „Migränegehirn“. Ein stabiler Blutzucker nach dem Essen trägt dazu bei, dass Migräne-Attacken seltener und schwächer werden. sinCephalea nutzt diesen Zusammenhang zur Prophylaxe von Migräne-Anfällen und personalisiert die Ernährungsempfehlungen.
Mehr lesen
Der Einfluss des Blutzuckers auf Migräne erfolgt unter anderem über Neuropeptide wie PACAP (Pituitary Adenylate Cyclase-Activating Polypeptide) und CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide). Diese Botenstoffe werden durch Blutzuckerveränderungen beeinflusst und haben selber einen Einfluss auf den Blutzucker. In der aktuellen Migräneforschung werden diese beiden Neuropeptide CGRP und PACAP als Schlüsselpeptide angesehen, da beide Neurotransmitter für sich fähig sind, Migräne-Attacken bei Migränepatient:innen zu induzieren. Eine Ernährung, die niedrige Blutzuckerreaktionen nach dem Essen verursacht (niedrig-glykämische Ernährung), hat eine vergleichbare Wirkung wie einige Medikamente – nur ohne deren unerwünschte Nebenwirkungen.

Musterrezept

Verordnung auf Rezept

Ärzt:innen aller Fachrichtungen sowie Psychotherapeut:innen können Betroffenen sinCephalea auf Kassenrezept (Muster 16) verordnen. sinCephalea ist auf ärztliche Verordnung oder mit entsprechender Diagnose kostenfrei als Leistung aller gesetzlichen Krankenkassen verfügbar. Die Verordnung erfolgt budgetneutral über das Praxisverwaltungssystem oder händisch und muss die Begriffe „Digitale Gesundheitsanwendung“, die Pharmazentralnummer (PZN) 18358966 und den Namen „sinCephalea“ enthalten.

Wie funktioniert sinCephalea?

FAQ für Fachkreise

DiGA sind digitale Medizinprodukte niedriger Risikoklassen, die die Versicherten etwa bei der Behandlung von Erkrankungen oder dem Ausgleich von Beeinträchtigungen unterstützen können. Eine häufige Form sind Gesundheits-Apps für das Smartphone, aber es gibt auch browserbasierte Webanwendungen oder Software zur Verwendung auf klassischen Desktop-Rechnern. Voraussetzung für die Zulassung als DiGA ist, dass die Anwendung zuvor eine Prüfung auf Anforderungen wie Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Datenschutz und Datensicherheit beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchlaufen hat und einen positiven Versorgungseffekt nachweist. Beim BfArM wurde ein öffentliches Verzeichnis eingerichtet, in dem die erfolgreich geprüften und verordnungsfähigen DiGA gelistet sind, es enthält umfassende Informationen zu den Produkten. (Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – Bundesgesundheitsministerium)
Wir bieten regelmäßig CME-Fortbildungen und Webinare an. Melden Sie sich zur aktuellen CME Fortbildung hier an.
Der bestimmungsgemäße Gebrauch von sinCephalea sieht die Anwendung bei Patient:innen mit gesicherter Diagnose einer Migräne vor (Diagnoseschlüssel ICD-10 Code G43.0 und G43.1 – bzw. Klasse 1 der IHS Classification ICHD-3). sinCephalea ist für die Prophylaxe von Anfällen bei Migräne mit und ohne Aura zugelassen. Laut Leitlinien ergibt sich die Indikation für eine Prophyalxe der Migräne bei besonderem Leidensdruck, Einschränkung der Lebensqualität und dem Risiko eines Medikamentenübergebrauchs.
sinCephalea unterstützt in der Prophylaxe von Migräneanfällen. Grundlage ist die Modulation der postprandialen Blutzuckerantwort durch personalisierte niedrig-glykämische Ernährungsempfehlungen. Patient*innen erhalten einen Report, der die innerhalb einer vorangegangenen Sensorphase verzehrten Mahlzeiten, im Hinblick auf ihre postprandiale Blutzuckerantwort bewertet. Aus dieser Bewertung werden Ernährungsempfehlungen abgeleitet, die bei Einhaltung die Reduktion solcher Blutzuckerschwankungen erzielen können. Hierdurch wird eine ausreichende Energieversorgung des Gehirns über Glukose gesichert und lokale inflammatorische Prozesse positiv beeinflusst. Dies führt zu einer Reduktion der mit Migräne assoziierten Symptome und der Häufigkeit von Migräneanfällen.
Patient:innen können ihre eingegebenen Migränedaten in eine PDF Datei exportieren und so auch ihrem behandelnden Arzt bereitstellen. Darüber hinaus verfügt sinCephalea über einen interoperablen Datenexport, mit dem Versicherte- ab dem Jahr 2023 zudem die Möglichkeit bekommen, Daten aus der DiGA in ihre elektronische Patientenakte einzustellen. (Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – Bundesgesundheitsministerium)
Hierzu wird das Muster 16 („Kassenrezept“) verwendet. Auf dem Rezept muss neben der Angabe „Digitale Gesundheitsanwendung“ die Pharmazentralnummer (PZN) und der Produktname sinCephalea stehen.
Das Rezept wird auf den bei der eigenen Krankenkasse möglichen Wegen eingereicht und nach der Bearbeitung erhält der Versicherte einen Code von der Krankenkasse zur Bestellung der Anwendung auf unserer Website.
Das Rezept wird auf den bei der eigenen Krankenkasse möglichen Wegen eingereicht und nach der Bearbeitung erhält der Versicherte einen Code von der Krankenkasse zur Bestellung der Anwendung auf unserer Website.