Die DiGA sinCephalea wurde vorübergehend aus dem DiGA-Verzeichnis gestrichen. Wir befinden uns derzeit mit dem BfArM im Gespräch und arbeiten darauf hin, dass die DiGA bald wieder verfügbar ist.

Akuthilfe bei Migräneattacken

Mit den richtigen Informationen und Anpassungen können die Attacken erträglicher werden und in der Häufigkeit abnehmen. Wir zeigen dir wie!

Mit Wissen akute Migräneanfälle effektiv bekämpfen

Migräneanfälle können tiefgreifend schmerzhaft und lähmend sein. Sie zwingen dich womöglich deine Pläne zu ändern, beeinträchtigen deine täglichen Aktivitäten und lassen deine Familie in Sorge zurück. Dabei können viele Aspekte des Lebens betroffen sein. Vielleicht hast du das Gefühl, dich in einem Nebel zu befinden und von der Welt abgeschnitten zu sein. Wenn du oder ein geliebtes Familienmitglied dies durchmacht, bist du nicht allein. „Wissen“ über die zahlreichen therapeutischen Ansätze ist eine mächtige Waffe im Kampf gegen Migräne. Es ist wichtig, herauszufinden, was für dich persönlich am besten funktioniert. Mit den richtigen Informationen und Anpassungen können die Attacken erträglicher werden und in der Häufigkeit abnehmen. Hier bieten wir dir die Werkzeuge und das Wissen, um deinen individuellen Weg im Umgang mit Migräne zu finden.

Für dich zusammengefasst:
Akuthilfe für deine Migräne

1.

Medikamente für schnelle Linderung

Mitten in einer quälenden Migräneattacke ist die Ursache der Schmerzen wahrscheinlich das Letzte, woran man denkt – man wünscht sich vor allem schnelle Linderung. In solchen Momenten werden Medikamente oft als erster Weg zur Linderung ausgewählt. Es gibt verschiedene Medikamente, die dir in akuten Situationen helfen können:
  • Allgemeine Schmerzmittel: Sie können leichte bis mittelschwere Migräneschmerzen lindern und sind je nach Dosierung rezeptfrei erhältlich.
  • Triptane: Speziell für die Migräne-Behandlung entwickelt, wirken Triptane durch die Verengung der Blutgefäße im Gehirn und die Reduzierung von Entzündungen. Sie können in drei Gruppen eingeteilt werden:
  1. schnelles Eintreten, kurze Wirkdauer und hohe Nebenwirkungswahrscheinlichkeit,
  2. ausgeglichener Wirkeintritt und -dauer sowie Nebenwirkungen und
  3. langsames Eintreten, lange Wirkdauer und geringere Nebenwirkungswahrscheinlichkeit.
  • Triptane sollten erst nach Eintreten der Kopfschmerzen eingenommen werden, um die Symptomatik nicht zu verstärken.
  • Medikamente gegen Übelkeit: Sie helfen gegen das Unwohlsein, das Migräneattacken oft begleitet, und können allein oder in Kombination mit anderen Migränemedikamenten eingenommen werden.
  • Kombinationspräparate: Sie maximieren die schmerzlindernde Wirkung durch das Zusammenwirken mehrerer Wirkstoffe. Häufig handelt es sich um eine Mischung aus Schmerzmitteln und anderen wirksamen Bestandteilen.
  • Ditane: Sie wirken auf das zentrale Nervensystem und können besonders für Patienten mit Herz-Kreislauf-Beschwerden von Vorteil sein.
  • Gepante: Als innovativer Ansatz in der Migränetherapie blockieren sie das Calcitonin-Gene-Related-Peptid CGRP und können sowohl zur akuten Linderung als auch vorbeugend eingesetzt werden. Interessant ist, dass sie das Serotoninsystem nicht beeinflussen und daher möglicherweise ein günstigeres Nebenwirkungsprofil haben.

Wichtig ist aber: Sprich immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du eine neue Behandlung in Betracht ziehst oder ein neues Medikament einnimmst:

2.

Schmerzmittel bei akuten Migräneattacken: Retter oder Risiko?

Es ist völlig verständlich, dass man bei einer akuten Migräneattacke schnell Linderung durch Schmerzmitteln sucht. Doch was, wenn das regelmäßige Einnehmen nicht nur zu häufigeren Kopfschmerzen führt, sondern man sich auch in einem Teufelskreis befindet, in dem man immer mehr Schmerzmittel benötigt und diese zugleich die Migräne verschlimmern? Dieses Phänomen ist als Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) bekannt.
So widersprüchlich es klingt: Schmerzmittel, zu oft eingenommen, können Kopfschmerzen sogar intensivieren oder auslösen. Dies kann zutreffen, wenn man sie an über 10-15 Tagen im Monat für drei Monate einnimmt. Doch nicht jedes Medikament ist gleich riskant. Einige, wie Ergotamine und Triptane, können bereits bei 10 Tagen im Monat für Probleme sorgen. Bei anderen, wie Aspirin oder Paracetamol, liegt die Grenze bei 15 Tagen. Überlege kurz: Wie oft hast du diesen Monat schon zu Schmerzmitteln gegriffen? Es ist wichtig, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein und Alternativen in Erwägung zu ziehen. Statt in diesen Teufelskreis zu geraten, gibt es viele alternative Ansätze zur Schmerzlinderung, wie warme Bäder, leichte Bewegung, Akupunktur oder Entspannungs- und Atemübungen. Es lohnt sich, den eigenen Umgang mit Medikamenten kritisch zu hinterfragen und neue Wege zur Schmerzbewältigung zu entdecken.

3.

Alternative Methoden zur Linderung von Migräne

Es gibt eine Reihe alternativer Ansätze, die bei der Bewältigung von Migräne helfen können. Einige Methoden zielen darauf ab, die Symptome direkt zu lindern, während andere helfen, den Stress abzubauen, der Migräneattacken manchmal auslöst. Hier sind einige natürliche Methoden, die du ausprobieren kannst:
  • Baden oder Duschen: Ein warmes Bad kann zur Entspannung der Muskulatur und damit zur Schmerzlinderung beitragen.
  • CBD-Öl: Dieses Öl hat möglicherweise schmerzlindernde Eigenschaften und kann bei manchen Menschen Migräneschmerzen lindern.
  • Entspannungstechniken: Methoden wie tiefes Atmen oder Meditation können helfen, sich zu entspannen und Stress abzubauen.
  • Imaginationsübungen nutzen die Vorstellungskraft, um die Aufmerksamkeit vom Schmerz abzulenken oder die Schmerzwahrnehmung zu verändern.
  • Ingwer: Ingwerkonzentrat, Ingwer pur oder kandierter Ingwer können Übelkeit entgegenwirken.
  • Kühlung: Ein kaltes Tuch auf der Stirn kann Linderung verschaffen.
  • Ätherische Öle: Auf die Schläfen aufgetragene Öle wie Pfefferminze oder Lavendel können beruhigend wirken.
  • Bewegung und Ablenkung: Ein leichter Spaziergang kann sehr wohltuend sein. Auch das Hören von Musik oder die Konzentration auf eine andere Tätigkeit können den Schmerz in den Hintergrund rücken lassen.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass bei besonders heftigen Migräneanfällen oder bei Unsicherheit über die Intensität der Beschwerden unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte.

So individuell können Blutzuckerkurven auf das gleiche Lebensmittel aussehen

Neue Erkenntnisse in der Migräneforschung

Wissenschaftler:innen haben herausgefunden, dass Migräne-Betroffene ihre Migräne mithilfe von kleinen Ernährungsanpassungen lindern können. Betroffene, die starke Blutzuckerschwankungen vermieden, berichteten im Mittel von 44% weniger Migräne pro Monat (-2,4 Tage).

Wenn der Blutzuckerspiegel jedoch nach einer Mahlzeit besonders schwankt, gilt das als Ursache dafür, dass das Gehirn in eine Art Energiesparmodus wechselt, der Migräne auslösen kann.

Dr. Gendolla:
“Ernährung kann nicht nur ein Trigger für Migräne sein, sondern auch Stress verursachen”

Das ist sinCephalea -
deine Migräneapp auf Rezept

sinCephalea hilft dir dabei, deinen Blutzucker zu stabilisieren und so deine Migräne zu reduzieren. Hierbei handelt es sich um eine “Digitale Gesundheitsanwendung” (DiGA), eine App auf Rezept.

So funktioniert´s

1. Essen

Starke Blutzuckerschwankungen führen zu Migräne. Teste
welche deiner Lieblingsmahlzeiten, bei dir Migräne auslösen
können.

2. Messen
Beobachte live wie dein Blutzucker reagiert.
3. Wissen
Entdecke deine personalisierte Ernährung und reduziere deine Migräne – effektiv und nachhaltig.

Beatrice

sinCephalea Nutzerin

sinCephalea zu entdecken war eine mega Erfahrung. Die Auswertungen von Essen und der Entwicklung des Blutzuckerspiegels waren super Intressant und lehrreich. Durch die Ernährungsempfehlungen habe ich es geschafft meine Attacken zu reduzieren. 😊👍

Jeder Migräne-Tag ist einer zu viel!

Mach unseren Test und finde heraus, wie viele Migräne-Tage du vermeiden kannst

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