Hast du dich jemals gefragt, warum Migräne entsteht und woher sie kommt? Du bist nicht allein. Lass uns einen Blick auf die möglichen Ursachen und den Mechanismus hinter Migräne werfen. Hättest du gedacht, dass dabei dein Blutzucker eine Rolle spielen könnte?
Für Menschen, die unter Migräne leiden, ist es häufig so, als würden sie ein komplexes Puzzle zusammensetzen, bei dem jede neue Erkenntnis ein weiteres Stück des Gesamtbildes enthüllt. Bei manchen Attacken ertappt man sich dabei, darüber nachzudenken: „Was könnte der Grund gewesen sein?“. Ein besseres Verständnis der Ursachen von Migräne ist daher wichtig, um gezielte präventive Maßnahmen ergreifen zu können und Migräneattacken aktiv vorbeugen zu können.
Die genauen Ursachen von Migräne sind bisher noch nicht vollständig von der Wissenschaft entschlüsselt worden. Der Schmerz, der bei Migräne auftritt, entsteht durch ein komplexes Geschehen im Gehirn, bei dem schmerzauslösende Botenstoffe freigesetzt werden, begleitet von Entzündungsreaktionen und Schwellungen der Blutgefäße in den Hirnhäuten. Dieser Schmerz äußert sich oft als pulsierender Kopfschmerz. Aufgrund der Überaktivität von Nervenzellen und einer Entzündungsreaktion im Gehirn sind Menschen, die unter Migräne leiden, oft empfindlicher gegenüber verschiedenen Reizen wie z.B. Licht oder Geräuschen.
Warum ist das so und welche Ursachen und Auslöser führen zu einer Migräneattacke?
Migräne kann für diejenigen, die darunter leiden, ein wahrer Albtraum sein. Doch was genau sind die Auslöser für diese schmerzhaften Attacken? Vielleicht hast du das schon selbst beobachtet: Oft sind abrupte Reizveränderungen die Übeltäter.
Von Wetterumschwüngen, Blutzuckerschwankungen über Hormonschwankungen bis hin zu Halswirbelsäulen-Blockaden – die Liste der möglichen Migräneauslöser, auch als Triggerfaktoren bekannt, ist lang. Etwa fünf Prozent der Patientinnen und Patienten gibt an, dass allein eine Reizüberflutung durch Lärm, grelles Licht oder intensive Gerüche wie Parfüm, ausreichend ist, um eine Migräneattacke auszulösen. Hattest du diesen Verdacht bei dir auch schon?
Die Forschung in diesem Bereich hat entscheidende Fortschritte gemacht und hilft uns, Migräne besser zu verstehen. Abrupte Reizveränderungen können Migräne auslösen, weil sie das empfindliche Gleichgewicht im Gehirn und im Nervensystem stören können, das bei Migräne-Betroffenen bereits anfälliger für Überreaktionen ist. Das neurologische Gleichgewicht im Gehirn wird aus der Balance gebracht. Dies kann zu einer gesteigerten Freisetzung von Neuropeptiden wie CGRP führen, die Migräneanfälle auslösen können.
Plötzliche und intensive Reize können Stressreaktionen im Körper auslösen, die bei Migräne-Betroffenen ein bekannter Auslöser für Anfälle sind. Stress kann die Blutgefäße im Gehirn verengen und die Schmerzempfindlichkeit erhöhen.
Helfen kann dir, einen gleichmäßigen Tagesrhythmus einzuhalten und abrupte und intensive Reizveränderungen so weit wie möglich zu vermeiden. Eine regelmäßige Ernährung, Entspannungstechniken und Stressbewältigungstraining können dazu beitragen, die Reizüberflutung in Grenzen zu halten.
Ein Migräneanfall, der erst gar nicht auftritt, ist der beste. Deshalb ist die Vorbeugung von größter Bedeutung. Jeder sollte herausfinden, welche persönlichen Triggerfaktoren bei ihm eine Migräne auslösen, sei es Stress, Blutzuckerschwankungen, Wetterumschwünge oder andere Reize. Denn die Vermeidung dieser Auslöser kann der Schlüssel sein, um Migräneanfälle vorzubeugen.
Neben all den Unsicherheiten in Bezug auf die Entstehung von Migräneattacken, gibt es auch ein paar wenige Faktoren, die in Studien als Auslöser identifiziert wurden z.B. dein Blutzuckerspiegel. Denke an deinen Blutzucker als Kraftstoff für dein Gehirn. Wenn dieser Kraftstoff zur Neige geht oder das Niveau stark schwankt, kann dies zu Migräneattacken führen. Auch hier stößt dem Migränegehirn eine Änderung bzw. Schwankung negativ auf.
Warum ist ein stabiler Blutzuckerspiegel so wichtig? Dein Gehirn benötigt eine konstante Versorgung mit Glukose, da es selbst keine Energiespeicher hat. Wenn der Blutzuckerspiegel abfällt, haben die Nervenzellen weniger Energie zur Verfügung. Dies führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen – ideale Bedingungen für einen Migräneanfall.
Außerdem werden durch einen stabilen Blutzucker weniger Neuropeptide wie CGRP (Calcitonin gene-related peptide) ausgeschüttet. Diese Neuropeptide sind dafür bekannt Migräneanfälle auszulösen. Und nicht zu vergessen, ein instabiler Blutzucker führt zu Entzündungen im Körper, die wiederum langfristig Migräneanfälle begünstigen können.
Die Botschaft ist klar: Regelmäßige Mahlzeiten mit Lebensmitteln, die deinen Blutzuckerwert stabil halten sind wichtig, um Migräne vorzubeugen. Vergiss also nicht, regelmäßig zu essen, Snacks für unterwegs dabei zu haben und ausreichend zu trinken, um sicherzustellen, dass dein Gehirn die Energie bekommt, die es benötigt, um Migräneanfälle vorzubeugen. Welche Mahlzeiten speziell bei dir zu weniger Schwankungen führen, kannst du mit der Migräneprophylaxe sinCephalea herausfinden.
Zunächst eine Enttäuschung: Migräne ist ein Rätsel, das die Wissenschaftler noch nicht vollständig gelöst haben. Einige Erkenntnisse gibt es aber doch: Bei einer Attacke sind die Nervenzellen im Gehirn überaktiv und es entsteht eine Entzündungsreaktion im Gehirn.
Menschen mit Migräne haben ein Nervensystem, das empfindlicher auf Reize reagiert, besonders auf plötzliche Veränderungen wie Stress, Blutzuckerschwankungen oder Wetterwechsel. Dein Gehirn verarbeitet diese Reize schneller und intensiver als bei anderen Menschen. Das kann zu einer Überlastung deiner Nerven führen, die dann deinen pulsierenden Migränekopfschmerz und mögliche Begleitsymptome auslöst. Die Reize werden zu Auslösern von Migräneattacken.
Aber die große Frage ist: Wie kommt dieser Mechanismus ins Rollen? Es gibt viele Faktoren, sowohl äußere Einflüsse als auch innere Prozesse, die auf dein Nervensystem und deinen Körper einwirken.
Der Schmerz, den du bei einer Migräne spürst, ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses in deinem Gehirn. Deine Nervenzellen werden überaktiv, es kommt zur Ausschüttung von schmerzauslösenden Botenstoffen wie CGRP und Serotonin. Diese lösen eine Entzündungsreaktion aus, die zu Schwellungen und Erweiterungen der Blutgefäße in den Hirnhäuten führen. Bestimmte Schmerzrezeptoren nehmen dies wahr und das Pulsieren der Blutgefäße in deinem Kopf spürst du nun als Schmerz.
Wissenschaftler:innen haben herausgefunden, dass Migräne-Betroffene ihre Migräne mithilfe von kleinen Ernährungsanpassungen lindern können. Betroffene, die starke Blutzuckerschwankungen vermieden, berichteten im Mittel von 44% weniger Migräne pro Monat (-2,4 Tage).
Dr. Gendolla:
“Ernährung kann nicht nur ein Trigger für Migräne sein, sondern auch Stress verursachen”
Ich hätte nie gedacht, dass ein Leben ohne Migräne für mich möglich sein würde. Dank sinCephalea habe ich gemerkt, welche Stellschrauben für mich die wichtigsten sind. Als Migräne Patient tappt man oft im Dunkeln, welche Maßnahmen man noch ergreifen könnte. Jetzt weiß ich, was langfristig gegen meine Migräne hilft.
Quellen:
SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT · Oktober 2009; Migräne – leider keine Einbildun; Von David W. Dodick und J. Jay Gargus; Zugriff 22.11.2023
Was passiert bei einer Migräneattacke im Gehirn? – Headache Hurts (headache-hurts.de)
Carneiro-Nascimento S, Levy D. Cortical spreading depression and meningeal nociception. Neurobiol Pain. 2022 Apr 22;11:100091. doi: 10.1016/j.ynpai.2022.100091
Migräne: Ursachen und Trigger | Leben & Migräne (leben-und-migraene.de)
Wie ein stabiler Blutzucker Migräne reduziert (m-sense.de)
Göbel H.: Kopfschmerzen und Migräne Schwerpunkt Frauen, Schwangerschaft und Kinder. S. 16. Abgerufen unter: https://schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2009/02/kopfschmerzen_und_migrane_-_schwerpunkt_frauen__schwangerschaft__kinder_-_schmerzklinik_kiel.pdf
Migräne: Ursachen und Trigger | Leben & Migräne (leben-und-migraene.de)
Migräne durch Reizüberflutung | Leben & Migräne (leben-und-migraene.de)
Mach unseren Test und finde heraus, wie viele Migräne-Tage du vermeiden kannst