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Hormone und Migräne?

Dein Hormonhaushalt kann deine Migräne beeinflussen! Das Gute: du selbst kannst auch ein Wörtchen mitreden!

Wusstest du, dass Hormone die Entstehung deiner Migräne beeinflussen?

Wenn man online nach „Hormone und Migräne“ sucht, erhält man hauptsächlich Informationen zur menstruellen Migräne, also Migräne, die aufgrund der Fluktuation von weiblichen Sexualhormonen entsteht. Doch auch andere Hormone in unserem Körper beeinflussen die Entstehung einer Migräne! Neben dem Hormon Östrogen, das für die menstruelle Migräne relevant ist, gibt es beispielsweise Hormone, die die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Dopamin und Serotonin. Eine weitere Stellschraube der Hormone ist unser Energiehaushalt, welcher äußerst relevant für die Migräneentstehung ist: die wichtigsten und am meisten untersuchten Hormone sind hier Cortisol und Insulin.

Das Gute: Hormone repräsentieren häufig das, was in unserem Körper gerade vor sich geht und spiegeln wider, wie wir mit unserem Körper umgehen. In vielen Fällen kannst du deinen Hormonhaushalt also ein Stück weit selbst mitbestimmen, teilweise ist auch eine medikamentöse Behandlung möglich.

Das bedeutet auch, dass du selbst das Zepter in die Hand nehmen kannst, um deine Migräne zu reduzieren und besser zu verstehen!

Für dich zusammengefasst:
Hormone und Migräne

1.

Östrogen kann bei Frauen Migräne auslösen

Mädels aufgepasst! Wenn deine Migräne vermehrt und mit verstärkten Symptomen um deine Menstruation herum auftritt, dann handelt es sich möglicherweise um eine menstruations-assoziierte Migräne. Wenn deine Migräne ausschließlich mit der Menstruation auftritt, dann handelt es sich um eine menstruelle Migräne.

Grund für das Einsetzen der Migräneattacke zu diesem Zeitpunkt ist ein stark abfallender Östrogenspiegel kurz vor dem Einsetzen der Menstruation. Zeitgleich nimmt auch der Serotoninspiegel ab, was zum einen zu den allbekannten Stimmungsschwankungen, aber zusammen mit niedrigem Östrogen auch zu einer verminderten Schmerztoleranz führt.

Das führt häufig zu stärkeren Symptomen während der Migräneattacke bei Frauen mit menstrueller Migräne.

Bedauerlicherweise sind die Östrogenschwankungen Teil eines gesunden Zyklus und notwendig für eine Menstruation, sie kann also nicht auf natürliche Weise verändert werden. Auch Hormonersatztherapien mit Östrogenen sind nicht optimal, da sie die Migräne nur zeitlich verschieben.

Dafür ist es jedoch einfacher, den Zeitpunkt der Migräne abzuschätzen (angenommen, dass die Regelblutung regelmäßig auftaucht), und so Pläne und Aktivitäten dementsprechend anzupassen.

(Allais et al., 2018; Leben mit Migräne).

2.

Du kannst deine Schmerzwahrnehmung beeinflussen

Serotonin: es ist nicht nur ein Glückshormon, sondern kann auch Kopfschmerzen reduzieren!
Eine erhöhte Serotonin Ausschüttung führt zu Gefäßverengungen, wodurch die Schmerzwahrnehmung verringert wird und somit auch Kopfschmerzen reduziert werden können.
Niedrige Serotonin-Level erhöhen hingegen die Schmerzwahrnehmung.
Grund dafür sind genetische Veränderungen. Sie können dazu führen, dass beispielsweise die Proteine, die für die Synthese oder den Abbau von Serotonin zuständig sind, ihre Arbeit nicht erledigen. Serotonin wird also nicht genügend produziert, oder zu schnell wieder abgebaut.
Die Lösung: entweder sogenannte „Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“, wodurch sie länger wirken, oder eine Unterstützung der Synthese mithilfe der Ernährung!
Serotonin wird aus dem Protein-Baustein Tryptophan hergestellt. Diese Aminosäure ist reichlich in Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch und Vollkorngetreide zu finden.
(Aggarwal, Puri & Puri, 2012)

Genauso wie Serotonin ist auch der Dopaminspiegel vor einer Migräneattacke vergleichsweise niedrig. Das führt zu erhöhter Empfindlichkeit auf Schmerzreize, aber auch auf Licht und Geräusche. Außerdem unterstützt der Mangel die typischen Prodromalsymptome wie Gähnen oder Schläfrigkeit.
Um dies zu verhindern, ist das Ziel, den Dopaminhaushalt zu erhöhen. Wie funktioniert das? Natürlich sind Medikamente eine Option, es geht aber auch nicht-medikamentös: Sport und Bewegung, Entspannungsübungen oder Sonnenlicht sind gute und gesunde Dopaminquellen. Außerdem kannst du viel mit deiner Ernährung bewirken: die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin sind für die Synthese von Dopamin notwendig. Diese Aminosäuren sind reichlich in Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchten und Nüssen zu finden.
(Barbanit, Aurilia & Egeo, 2013)

3.

Stress und Ernährung: wie man die Migräneauslöser beeinflussen kann

Wusstest du, dass unser Energiehaushalt unglaublich wichtig in der Migräneenstehung ist? Es wird davon ausgegangen, dass eine Störung des Energiehaushalts in unserem Gehirn Mit-Auslöser für die Migräne ist. Die Migräneattacke ist dann eine Art „Warnung“ für den Körper, die Energie-Balance wieder herzustellen (Del Moro et al., 2022).
Die entscheidenden Hormone sind Cortisol und Insulin:
Du hast bestimmt schon einmal bemerkt, dass du schneller Migräne bekommst, wenn du unter Stress stehst. Cortisol wird als Antwort auf akuten Stress ausgeschüttet. Der Körper nimmt nämlich eine „Gefahr“ wahr, sodass Cortisol unsere Energiereserven bereitstellt, um im schlimmsten Fall zu fliehen. Das führt zu einer höheren Glukoseausschüttung aus unseren Zellen in unser Blut.
Das Problem: starke Blutzuckerfluktuationen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Migräne. Wenn man immer wieder unter Stress steht, kommt es also zu diesen starken Fluktuationen. Gleichzeitig erhält auch das Gehirn das Signal, dass das Energieniveau kritisch ist, sodass es möglicherweise eine Migräne provoziert.
Außerdem wurde eine höhere Cortisolausschüttung während einer Stress-Situation in Migräne-Betroffenen im Vergleich zu Kontrollen gemessen, was das Risiko einer Migräne Attacke zusätzlich erhöht (Lippi & Mattiuzzi, 2017).
Insulin reguliert unseren Blutzucker, mit dem Ziel, eine konstante Konzentration beizubehalten. Es wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, um Glukose aus dem Blut in die Zelle zu transportieren, beispielsweise nach einer Mahlzeit. Die Insulinausschüttung kann je nach Mahlzeit, Mahlzeit-Zusammensetzung und Zeitpunkt variieren, sodass unser Blutzucker mal mehr und mal weniger fluktuiert – das hat wie das Cortisol Auswirkungen auf das Energieniveau des Gehirns. Indem wir aber unseren Blutzucker mithilfe unserer Ernährung so niedrig-stabil wie möglich halten, können wir unserer Migräne vorbeugen!

So individuell können Blutzuckerkurven auf das gleiche Lebensmittel aussehen

Neue Erkenntnisse in der Migräneforschung

Wissenschaftler:innen haben herausgefunden, dass Migräne-Betroffene ihre Migräne mithilfe von kleinen Ernährungsanpassungen lindern können. Betroffene, die starke Blutzuckerschwankungen vermieden, berichteten im Mittel von 44% weniger Migräne pro Monat (-2,4 Tage).

Wenn der Blutzuckerspiegel jedoch nach einer Mahlzeit besonders schwankt, gilt das als Ursache dafür, dass das Gehirn in eine Art Energiesparmodus wechselt, der Migräne auslösen kann.

Dr. Gendolla:
“Ernährung kann nicht nur ein Trigger für Migräne sein, sondern auch Stress verursachen”

Das ist sinCephalea -
deine Migräneapp auf Rezept

sinCephalea hilft dir dabei, deinen Blutzucker zu stabilisieren und so deine Migräne zu reduzieren. Hierbei handelt es sich um eine “Digitale Gesundheitsanwendung” (DiGA), eine App auf Rezept.

So funktioniert´s

1. Essen

Starke Blutzuckerschwankungen führen zu Migräne. Teste
welche deiner Lieblingsmahlzeiten, bei dir Migräne auslösen
können.

2. Messen
Beobachte live wie dein Blutzucker reagiert.
3. Wissen
Entdecke deine personalisierte Ernährung und reduziere deine Migräne – effektiv und nachhaltig.

Awida

sinCephalea Nutzerin

Ich hätte nie gedacht, dass ein Leben ohne Migräne für mich möglich sein würde. Dank sinCephalea habe ich gemerkt, welche Stellschrauben für mich die wichtigsten sind. Als Migräne Patient tappt man oft im Dunkeln, welche Maßnahmen man noch ergreifen könnte. Jetzt weiß ich, was langfristig gegen meine Migräne hilft.

Jeder Migräne-Tag ist einer zu viel!

Mach unseren Test und finde heraus, wie viele Migräne-Tage du vermeiden kannst

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